Signalkonverter mit Ethernet-Schnittstelle
Durch Ethernet zu mehr Prozesstransparenz
Eine effektive Kommunikation zwischen unterschiedlichen Netzwerkteilnehmern und die Durchgängigkeit von der Feldebene bis zur Unternehmensleitebene mit nur einer Netzwerktechnologie – auf diese Trends der industriellen Automation reagiert Weidmüller mit kommunikationsfähigen Signalwandlern.
Erste Prototypen einer neuen Signalkonverter-Generation, die mit einem Ethernet-Interface ausgestattet ist, stellt Weidmüller auf der Hannover Messe 2010 vor. „Wir zeigen anhand einer beispielhaften Prozessapplikation, wie die Geräte die Einbindung in ein bestehendes Industrial Ethernet-Netzwerk und das Zusammenspiel der Komponenten in der Anwendung realisieren“, erläutert Michael Höing, Leiter Geschäftsfeld Elektronik bei Weidmüller. „Das Besondere ist, dass die ethernetfähigen Signalkonverter neben den typischen Funktionen wie Signalerfassung, -aufbereitung, -normierung und -ausgabe umfangreiche Diagnosefunktionen für mehr Prozesstransparenz zur Verfügung stellen.“
Office- und Automatisierungswelt wachsen zusammen
Die Durchgängigkeit von der Feldebene bis zur Unternehmensleitebene wird durch die industrielle Ethernettechnologie mit nur einer Netzwerktechnologie realisiert: Office- und Automatisierungswelt wachsen zusammen.
Industrielle Anwendungen unterscheiden sich jedoch deutlich von Office-Anwendungen, da sie höhere Anforderungen an die Verfügbarkeit, Reaktionszeit und Installation stellen. Vor allem aber wird der Überwachung des Automatisierungsprozesses, der Automatisierungskomponenten und des Netzes eine hohe Priorität beigemessen. Durch ihre direkte Einbindung über das Ethernet-Netzwerk in die Prozesssteuerung und in zentrale Engineeringsysteme werden die kommunikationsfähigen Signalkonverter diese Anforderungen an die industriellen Anwendungen optimal unterstützen.
Umfangreiche und transparente Prozessinformationen
Dem Anwenderwunsch nach umfangreichen und transparenten Prozessinformationen entspricht inbesondere die ereignisgesteuerte Übermittlung von Diagnoseinformationen durch den Signalkonverter. Dank ethernetbasierter Kommunikation werden sich Diagnosedaten in vollem Umfang von einem Signalkonverter zur Leitstation oder zum Engineeringsystem übertragen lassen. Die so zur Verfügung gestellte Diagnose erzeugt ein wesentlich exakteres Bild des Gerätes, des Sensors und des Prozesses, als dies bei konventionellen Konvertern möglich wäre.
„Unsere Prototypen sind in der Lage, kontinuierlich die Messwerte zu überwachen“, erklärt Michael Höing. „So können sie beispielsweise in Abhängigkeit von Prozesszuständen einen Alarm generieren, etwa bei einer Über- oder Unterschreitung von frei definierbaren Grenzwerten.“ Die Messung der Prozesswerte und ihre Aufbereitung rücken damit wesentlich näher mit den Engineering- und Steuerungssystemen zusammen. Diagnosemöglichkeiten, die ansonsten nur komplexen Prozessgeräten vorbehalten sind, können auf alle Messungen in einer Applikation ausgeweitet werden.
Schnelle und einfache Einbindung
Neben dem zusätzlichen Gewinn an Prozesstransparenz sind auch die geringen Installationskosten beim Einsatz eines ethernetbasierten Signalkonverters beachtenswert. Da Unternehmen üblicherweise bereits über ein Ethernet-Netzwerk für die Vernetzung der Office-PCs in der Produktion verfügen, können die kommunikationsfähigen Geräte, die für die Steuerung und Kontrolle von Produktionsprozessen benötigt werden, schnell und einfach integriert werden. Für die Einbindung in Engineering- und Steuerungssysteme stehen mit FDT/DTM und OPC zwei Industriestandards zur Verfügung, die durch alle Prozessleitsysteme bedient werden.